Wehranlage Stiftsmühle: Sedimentberäumung nach Hochwasser ist abgeschlossen

Insgesamt 27.000 Tonnen Sand, Geröll und Zivilisationsabfälle wurden aus dem Wasser geholt

Das schwere Sommerhochwasser vom Juli 2021 hat weite Teile des Ruhreinzugsgebiets schwer getroffen und auch an den Betriebsanlagen des Ruhrverbands Schäden in Höhe von mehr als 14 Millionen Euro verursacht. Besonders massiv wurden die Wehranlagen der Ruhrstauseen in Mitleidenschaft gezogen, denn die teils unwetterartigen Regenfälle rissen nicht nur Treibholz, Schutt und Abfälle, sondern auch ganze Bäume mit Wurzeln und sogar komplette Baucontainer und Wohnwagen mit sich, die zum Teil mit voller Wucht gegen die Stauwehre prallten.

Die Hindernisse mit dem größten Gefahrenpotenzial für die Schifffahrt und den Wassersport waren bereits in den ersten Wochen nach dem Hochwasser geborgen worden, doch auch heute sind noch längst nicht alle Schäden beseitigt. Von der Wehranlage Stiftsmühle des Ruhrverbands gibt es allerdings nun gute Nachrichten: Ende Juni 2022 wurden die mühsamen Aufräumarbeiten unter Wasser abgeschlossen. Insgesamt 27.000 Tonnen hat das vom Ruhrverband beauftragte Spezialunternehmen mit Baggern und anderem schwerem Gerät aus dem Wasser geholt – neben großen Mengen Sand und Geröll auch Autoreifen, Ölfässer, Stahlrohre und sonstige Zivilisationsabfälle.

Das Areal unmittelbar vor der Wehranlage wurde in rund zehnwöchiger Arbeit ausgebaggert. Die beräumten Sedimente, die laut einem zuvor erstellten Gutachten der Universität Kassel zur Gänze durch das Hochwasser vom Juli 2021 verursacht worden waren, wurden am Ufer zur Trocknung zwischengelagert und mittlerweile entsorgt.