Wasserverbände sprechen mit einer Stimme
Deshalb haben die zehn großen Wasserwirtschaftsverbände Nordrhein- Westfalens, darunter auch die in Essen ansässigen Verbände für die Ruhr, Emscher und Lippe, am 25. 01. 2006 die "Arbeitsgemeinschaft Wasserwirtschaftsverbände NRW" gegründet. "Die Wasserwirtschaftsverbände werden auf diese Weise ihre Vorschläge zur Wasserpolitik und damit auch zu neuen Gesetzen im Sinne der Bürger gemeinsam deutlich machen. Dies ist im von seinen naturgegebenen Randbedingungen her örtlich zwangsläufig monopolistisch aufgestellten Wassermarkt besonders wichtig", so Prof. Dr. Harro Bode, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.
Die Wasserwirtschaftsverbände sind in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen für die Reinigung von Abwasser und die Bewirtschaftung von Grund- und oberirdischen Gewässern zuständig. Sie sind gemeinwohlorientiert und arbeiten ohne Gewinnerzielungsabsicht.
Der Ruhrverband ist zuständig für die Wasserwirtschaft im gesamten 4.500 km2 großen Flussgebiet der Ruhr. Dank seiner Talsperren im Sauerland führt die Ruhr das ganze Jahr über genug Wasser, um 5 Millionen Menschen im Ruhrgebiet mit Trinkwasser zu versorgen. Seine Klär- und Regenwasserbehandlungsanlagen verbessern Tag für Tag die Qualität des Ruhrwassers, indem sie das Abwasser von 2,3 Millionen Menschen sowie von Gewerbe- und Industriegetrieben reinigen.
Die Arbeitsgemeinschaft wird zum Thema Wasser Tagungen und Pressegespräche durchführen und die Interessen der Wasserwirtschaftsverbände durch gemeinsame Stellungnahmen vertreten. Der Sitz der Arbeitsgemeinschaft ist vorerst in Bergheim. Zum ersten Vorsitzenden wurde Michael Richter, Vorstand des Aggerverbands, gewählt.