Wasserstipendium Ruhr: Vier Studierende der Universitäten Duisburg - Essen und Bochum schließen ihr Auslandsstipendium ab.
Die Studentin der Umwelttechnik sollte Untersuchungen zum Stand der Abwasserreinigung unter subpolarem Klima in Alaska anstellen. Nachdem die Förderung des Projektes aus Mitteln des Wasserstipendiums Ruhr gesichert und alle Reisevorbereitungen abgeschlossen waren, brach Frau Demisch im Juni 2006 in Richtung Alaska auf. Ihre Reise führte Sie zu mehreren Kläranlagen in Anchorage, Fairbanks und Barrow. Dort sammelte sie Betriebsdaten, die sie dann später in Bochum auswertete und für ihre Diplomarbeit verwendete. "Alle Termine waren interessant und sehr erfolgreich", resümierte die Bochumerin nach ihrer Rückkehr.
Möglich wurde das Projekt durch die Finanzierung über das Wasserstipendium Ruhr, welches der Ruhrverband anlässlich seines hundertjährigen Bestehens im Jahre 1999 stiftete. Seitdem werden engagierten Absolventen der Universitäten Duisburg - Essen und Bochum Studienaufenthalte im Ausland finanziert.
Dabei zog es keineswegs alle Wasserstipendiaten in ferne Länder. Nina Rohmann beispielsweise, verbrachte einige Monate an der Universität Bern und untersuchte dort die hydrologischen Besonderheiten Schweizer Einzugsgebiete. Die bei Professor Andreas Schumann an der Universität Bochum studierende angehende Ingenieurin führte Datenanalysen durch und modellierte anschließend die Abflussverhältnisse in einem Fließgewässer im Berner Oberland mit einem speziellen Computerprogramm.
Zwei Studierende der Universität Duisburg - Essen konnten im vergangenen Jahr von dem Wasserstipendium Ruhr profitieren: Mari-Karoliina Winkler hat den Master-Studiengang "Water Science" bei Professor Hans-Curt
Flemming erfolgreich mit einer Arbeit abgeschlossen, die sie an der Universität Vancouver in Kanada angefertigt hat. Das Thema ihrer Arbeit lautete "Analyse der mikrobiellen Lebensgemeinschaft bei der weitergehenden Elimination von Nährstoffen aus Abwasser." "Die sechs Monate in Vancouver haben mich nicht nur fachlich weiter gebracht. Auch die vielen durchweg positiven persönlichen Eindrücke möchte ich nicht missen," fasste Mari Winkler zusammen.
Ganz ähnlich fällt auch die Bilanz von Andy Heidlberger, ebenfalls Student bei Professor Hans-Curt Flemming, aus. Seine Abschlussarbeit führte ihn an die Stanford Universität in Kalifornien, USA. Dort forschte er zum Thema Vorkommen und Verbleib bestimmter Nitrosamine in der Umwelt.
Die Wasserstipendiaten präsentierten ihre Arbeiten zum Abschluss ihrer Stipendien am 10. Mai 2007 im Hause des Ruhrverbands einem rund 50-köpfigen Auditorium aus Wissenschaft, Lehre und Praxis.
Zufrieden mit den Ergebnissen und der bisherigen Entwicklung des Wasserstipendiums zeigte sich Professor Harro Bode, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands. "Ein Studienaufenthalt im Ausland verbessert die beruflichen Fähigkeiten und Perspektiven und bringt eine unschätzbare Erweiterung des persönlichen Horizonts mit sich", motivierte er die bei der Vortragsveranstaltung anwesenden Studierenden, sich ebenfalls für ein Stipendium zu bewerben. "Letztlich nutzt das Stipendium durch seine Förderung von begabten jungen Menschen auch der Wettbewerbsfähigkeit deutschen Wasserwirtschaft insgesamt", sagt Harro Bode in seinem
Schlusswort.