Wasserstipendium Ruhr: Studierende präsentieren ihre Forschungsprojekte
Der Ruhrverband hat auch in diesem Jahr fünf angehende Ingenieure und Naturwissenschaftler mit den Vertiefungsrichtungen Wasserwesen und Umwelttechnik mit dem Wasserstipendium Ruhr unterstützt. Über ihre Erfahrungen und Eindrücke, die sie während ihrer jeweils halbjährigen Forschungsaufenthalte gewonnen haben, berichteten die Studierenden in einer Vortragsveranstaltung, die am Dienstag, dem 12. Mai, im Neuen Ruhrhaus des Ruhrverbands in Essen stattgefunden hat.
Vier der fünf Stipendiaten zog es nach Australien: Lena Bruderreck und Astrid Fröhlich von der Universität Wuppertal stellten an der University of New South Wales in Sydney Daten für ein spezielles Computerprogramm zusammen, mit dem die Wirkung von Schutzmaßnahmen an der australischen Ostküste simuliert werden soll. André Hackelbusch von der Ruhr-Universität Bochum befasste sich an der University of Newcastle mit einer neuen statistischen Methode zur Prognose des Abflussverhaltens bei Hochwasserereignissen. Katrin Sturm von der Universität Duisburg-Essen fertigte an der University of Queensland ihre Bachelor-Arbeit zum Thema Betonkorrosion in Abwasserkanälen an.
Johannes Halbe von der Universität Siegen blieb in Europa: Am Cyprus Institute in Nikosia auf Zypern beleuchtete er die komplexen Wirkmechanismen zwischen Wasserangebot und -nachfrage in Regionen mit Wasserknappheit.
Zufrieden mit den Ergebnissen und der bisherigen Entwicklung des Wasserstipendiums zeigte sich Prof. Gerd Morgenschweis, der das Stipendium von Seiten des Ruhrverbands bereits seit zehn Jahren fachlich begleitet. "Ein Studienaufenthalt im Ausland verbessert die beruflichen Fähigkeiten und Perspektiven und bringt eine sinnvolle Erweiterung des persönlichen Horizonts mit sich", motivierte er die bei der Vortragsveranstaltung anwesenden Studierenden, sich ebenfalls für ein Stipendium zu bewerben. "Letztlich nutzt das Stipendium durch seine Förderung von begabten jungen Menschen auch der deutschen Wasserwirtschaft insgesamt", so Gerd Morgenschweis in seinem Schlusswort.
Das Wasserstipendium Ruhr wird seit 1999 vom Ruhrverband jährlich an herausragende Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften von Universitäten aus der Region vergeben. Gefördert wird damit ein halbjähriger Aufenthalt an einer wissenschaftlichen Einrichtung im Ausland. Bisher haben 24 Studierende der Universitäten Duisburg-Essen, Bochum, Wuppertal, Aachen und Siegen das Stipendium erhalten.
Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.