Verlockend, aber lebensgefährlich!

Eisflächen auf Talsperren und Stauseen bieten keine ausreichende Sicherheit

Der strenge Frost der vergangenen Tage hat dafür gesorgt, dass die Talsperren und Stauseen des Ruhrverbands teilweise zugefroren sind. Die Eisdecken sind jedoch sehr brüchig und bieten keine ausreichende Tragfähigkeit. Der Ruhrverband weist daher darauf hin, dass das Betreten der Eisflächen ebenso wie das Schlittschuhlaufen auf den Stauseen und Talsperren lebensgefährlich und verboten ist.

Die Gefahr, dass eine scheinbar tragfähige Eisfläche plötzlich nachgibt, besteht grundsätzlich bei jedem See oder Teich. Bei Talsperren und Stauseen ist das Risiko jedoch besonders hoch. Denn während die Eisschicht auf einem natürlichen Gewässer immer weiter in die Tiefe vordringen und langsam einen tragfähigen Untergrund bilden kann, reißt die Eisschicht auf einer Talsperre oder einem Stausee wegen des schwankenden Wasserspiegels immer wieder auf.

Durch die Risse steigt Wasser empor und bildet eine neue, dünnere Eisschicht, die bei Belastung natürlich leicht wieder brechen kann. Das Betreten der Seen ist jedoch nicht nur leichtsinnig und gefährlich, es sollte auch aus Naturschutzgründen tabu sein. Wenn die Seen zugefroren sind, ziehen sich die Wasservögel auf die noch freien Stellen zurück. An diesen letzten „Fluchtstellen" werden die Vögel durch den Menschen empfindlich gestört.

Deshalb bittet der Ruhrverband alle Spaziergänger an den Talsperren und Stauseen nachdrücklich darum, die Eisflächen nicht zu betreten – und sei es nur, um Kindern kein schlechtes Beispiel zu geben