Verendete Hechte am Kemnader See: Sind die Temperaturen schuld?

Ruhrverband bittet Anglerinnen und Angler, die Fische nicht zusätzlich zu belasten

Der Ruhrverband hat am heutigen Montag an der Wehranlage Kemnade sowie flussaufwärts mehrere verendete Hechte entdeckt. Nach Einschätzung der Fachleute steht das Fischsterben im Zusammenhang mit den außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen der vergangenen Tage.

Durch die anhaltende Hitze haben sich die Gewässer stark erwärmt. Zeitweise lag die Wassertemperatur sogar über der Lufttemperatur. Mit steigenden Temperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser, während gleichzeitig der Stoffwechsel der Fische zunimmt. Diese Kombination stellt insbesondere größere Raubfische wie Hechte unter erheblichen Stress und kann zu einer erhöhten Sterblichkeit führen.

„Die aktuell außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen bedeuten für die Fische eine enorme Belastung. Deshalb hoffen wir auf die Unterstützung unserer Angel-Community und appellieren an diese, das Angeln vorübergehend einzustellen. Jeder zusätzliche Stress kann den geschwächten Tieren schaden und ihre Überlebenschancen weiter verringern“, erklärt Markus Kühlmann, Fischereiexperte des Ruhrverbands.

Der Ruhrverband beobachtet die Entwicklung an seinen Gewässern weiterhin aufmerksam. Sollten sich die Wetterbedingungen entspannen und die Wassertemperaturen wieder sinken, dürfte sich auch die Situation für die Fischbestände verbessern.
 

Vereinzelt wurden im Bereich der Wehranlage Kemnade verendete Hechte gesichtet.