Umweltfreundlicher Strom aus eigenen Quellen treibt Kläranlagen an
Steigende Energiepreise und die Forderung nach einem sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen rücken auch für die Betreiber von Kläranlagen das Thema Energieeffizienz immer stärker in den Vordergrund. Der Ruhrverband befasst sich bereits seit fast 10 Jahren intensiv mit den verschiedenen Aspekten des sinnvollen Umgangs mit Energie und stellt seine Konzepte nun auf der diesjährigen "Wasser Berlin" vor.
"Insbesondere haben wir Ideen und rasche Umsetzungserfolge über die Einbeziehung unserer Mitarbeiter auf den Kläranlagen erzielt. Die finanzielle Teilhabe an den Einsparerfolgen setzte ungeahnten Ideen- und Motivationsreichtum frei", berichtet Dr. Thomas Grünebaum, Hauptabteilungsleiter des Ruhrverbands.
Auf der internationalen Fachmesse zu den Themen Wasser und Abwasser, die vom 30. März bis zum 3. April 2009 in Berlin stattfindet, ist der Ruhrverband im Rahmen des Gemeinschaftsstands der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in NRW (agw) vertreten. Mit einer 16-seitigen Broschüre bringt der Ruhrverband den Messebesuchern alle Aspekte des effizienten Umgangs mit Energie nahe. Dazu gehört neben den Möglichkeiten des optimierten Stromeinkaufs und der Identifikation von Einsparpotenzialen beim Kläranlagenbetrieb vor allem die Steigerung der Energiegewinnung aus dem "nachwachsenden Rohstoff" Abwasser. Der Ruhrverband deckt mit umweltfreundlicher Energie aus eigenen Quellen bereits heute einen Großteil seines Strombedarfs.
Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.