Umbauarbeiten an der Wehranlage Ahausen
Die Lister- und Lennekraftwerke GmbH teilt mit, dass diese Arbeiten erforderlich werden, um die Betriebssicherheit der Anlage zu gewährleisten. Hauptbestandteil des angedachten Konzeptes der Umbaumaßnahme ist die Absenkung des Stauzieles um 2,31 m. Damit werden eine Reihe von Einzelmaßnahmen erforderlich. Im Wesentlichen ist dies der Abtrag des Massivbaukörpers am Wehr, das Tiefersetzen der Wehrklappen um diese Höhe und die damit verbundenen zusätzlichen Folgemaßnahmen. Darüber hinaus soll ein zweiter Betriebsauslass errichtet werden.
Der Stausee Ahausen wurde 1938 zur Regulierung der Bigge errichtet und dient seit Inbetriebnahme der Biggetalsperre im Jahre 1965 zusätzlich als Ausgleichsweiher für deren Kraftwerksbetrieb. Das Absperrbauwerk des Stausees besteht aus einem 165 m langen Erddamm und der 53 m breiten Wehranlage. Das aus dem Stausee abgegebene Wasser wird von der Lister- und Lennekraftwerke GmbH in dem in die Gesamtanlage integrierten Kraftwerk zur Stromerzeugung genutzt.
1999 wurde eine Grundsanierung der Anlage durchgeführt. Im März 2002 traten zwei Tagesbrüche (oberflächliche Erdabbrüche) in der Nähe des Erddammes auf. Seitens des Ruhrverbands wurden daraufhin die Sanierung dieser Tagesbrüche und umfangreiche Untersuchungen sowohl unterhalb des Stausees als auch großflächig im Seebodenbereich initiiert.
Die Untersuchung der geologischen und geohydraulischen Verhältnisse, die durchgeführten Probestaus und die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben gezeigt, dass eine Sanierung der vorhandenen Karstsituation zur Erhaltung des jetzigen Betriebszustandes wirtschaftlich nicht tragbar und der Erfolg letztlich nicht sicher wäre. Deshalb haben Ruhrverband und Lister- und Lennekraftwerke GmbH die Entscheidung getroffen, den Stausee Ahausen nicht wieder voll einzustauen und ihn stattdessen mit abgesenktem Stauziel zu betreiben. Das bislang maximale Stauziel von 248,06 m ü. NN soll auf 245,75 m ü. NN reduziert werden.
Bis Ende September müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Ruhrverband hat für seine Tochtergesellschaft Lister- und Lennekraftwerke GmbH die Bauleitung und -überwachung übernommen und wird dafür Sorge tragen, dass die Wehranlage im Herbst wieder in Betrieb gehen kann.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Nielinger (Tel.: 0201/178-2613).