Trockenster Juni an der Ruhr seit Beginn der Aufzeichnungen

Talsperren geben 17.500 Liter pro Sekunde ab - Wasserversorgung ist gesichert

Das Einzugsgebiet der Ruhr hat in diesem Jahr den trockensten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts erlebt. Nach vorläufigen Berechnungen für das Gebietsmittel fielen mit 28 Litern pro Quadratmeter lediglich 31 Prozent der durchschnittlichen Juni-Niederschlagsmenge. Damit wurde der bisherige Rekordwert vom Juni 1973 mit 29 Litern pro Quadratmeter knapp unterboten. Es regnete an nur sechs Tagen, die letzte Dekade des Monats blieb niederschlagsfrei.

Zum Vergleich: Der trockenste Monat überhaupt seit Beginn der Aufzeichnungen war der April des Jahres 2007 mit nur 2 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. An einigen Stationen im Ruhreinzugsgebiet wurde seinerzeit gar kein Niederschlag registriert.

„Um die überregionale Wasserversorgung sicherzustellen, geben wir aus unseren acht Talsperren im Sauerland zurzeit 17.500 Liter Wasser pro Sekunde ab. Dadurch sinkt natürlich der Füllstand der Talsperren, denn es fließen nur 1.800 Liter pro Sekunde zu“, sagt Georg zur Strassen, Leiter der Abteilung Mengenwirtschaft und Morphologie beim Ruhrverband. „Aber da das Talsperrensystem zu 87 Prozent und damit gut gefüllt ist, ist die Wasserversorgung bis zum Winter gesichert, ganz gleich, wie heiß und trocken der Sommer noch wird.“

Download als PDF