Schleuse und Wehr des Baldeneysees werden saniert

Nach nahezu 75-jähriger Betriebszeit wird der Ruhrverband, als Eigentümer und Betreiber des Baldeneysees, die Schleusen- und Wehranlage des Staussees aus sicherheitstechnischen und betrieblichen Gründen grundlegend sanieren.

Eine vertiefte Überprüfung der Bausubstanz und der betrieblichen Einrichtung und eine darauf aufbauende Sanierungsplanung ergaben, dass im Bereich der Schleuse die Toranlagen, deren Antriebe sowie die sicherheitstechnischen Einrichtungen erneuert und ergänzt werden müssen. Gleichzeitig ist die gesamte Elektro- und Automatisierungstechnik erneuerungsbedürftig. Bei der sich in unmittelbarer Nähe der Schleuse befindlichen Bootsumtrage werden die Leitwerke und Schwimmstege ersetzt.

Die Baumaßnahmen an der Schleuse und der Bootsumtrage werden von Oktober 2007 bis April 2008 durchgeführt. Hierfür müssen beide Anlagen leider bis zum 30. April 2008 geschlossen werden. Auch kann es zu zeitweisen Beeinträchtigungen durch Teilabsperrungen auf der Fußgängerbrücke für die Durchführung der Bauarbeiten kommen. Durch die Sanierung in den Wintermonaten hält der Ruhrverband die Beeinträchtigungen für die Freizeitnutzung des Sees durch die Essener Bevölkerung und die Schiffahrt jedoch so gering wie möglich. Aus diesem Grund wird auch für den Aus- und Wiedereinbau der Schleusentore ein Schwimmkran verwendet, der in der Lage ist mindestens 25 Tonnen zu heben. Der Schwimmkran wurde bereits am letzten Wochenende auf dem Baldeneysee aufgebaut. Am kommenden Montag wird der Schwimmkran die Schleusentore ausheben.

Für die Erneuerung und Sanierung der Schleuse und der Bootsumtrage wurden Kosten in Höhe von rund 2 Millionen Euro veranschlagt.

In einem weiteren Schritt werden die Antriebe der Walzenwehre inklusive Motor, Bremsen und Sensorik sowie der kompletten Elektrotechnik erneuert. Ferner werden die Windwerkhäuser, in denen sich die Antriebe befinden, sowie die Kanzeln an den Schleusenpfeilern optisch angepasst und saniert. Zur Vervollständigung der Maßnahme wird die Verkehrs- und sonstige Beleuchtung der Schleuse modernen Gegebenheiten angepasst. Dieser zweite Bauschritt wird bis Ende 2009 dauern.

Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 5 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 % die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt und dabei sind die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sogar noch etwas geringer als im NRW-Durchschnitt.