SchachtZeichen in Essen-Überruhr
Der Bergbau war im 19. Jahrhundert entscheidender Motor der industriellen Entwicklung im Ruhrgebiet. Er war Arbeits- und Lebensmittelpunkt und Basis des Wohlstands. Die ehemals über 3.300 Zechen und mehr als 10.00 Tagesöffnungen sind inzwischen zum größten Teil stillgelegt und häufig nicht mehr erkennbar.
Vom 22. Mai 2010 um 12.00 Uhr bis zum 30. Mai steigen rund 350 große gelbe Ballone als SchachtZeichen bis zu 80 Meter über ehemaligen Bergbauschächten und Zechenanlagen der Metropole Ruhr in den Himmel und bilden eine 4.000 Quadratkilometer große Kunstinstallation.
Der Ruhrverband, der für die Wasserwirtschaft in unserer Region verantwortlich ist betreibt in der Werkstatt der ehemaligen Zeche Heinrich in Überruhr heute seine Ausbildungs- und Zentralwerkstatt. Der Ruhrverband hat sich dafür eingesetzt, dass das gelbe Ballonzeichen auch an der ehemaligen Zeche Heinrich aufsteigen wird, um so an die Verbindung von Bergbau und Wasserwirtschaft zu erinnern.
Vom 22. bis zum 30. Mai 2010 werden die Ballone täglich von 10 bis 20 Uhr am Himmel zu sehen sein. Eine besondere Attraktion sind die NachtSchachtZeichen am 24. und 29. Mai von 22 bis 1 Uhr, an denen die Ballone beleuchtet aufgelassen werden.
Unter dem Ballon an der Zeche Heinrich findet unter Mitwirkung der Überruhrer Bürgerschaft e.V., des Kurt-Schumacher-Zentrums, der evangelischen Gemeinde in Überruhr, des AWO-Ortsvereins Überruhr, dem Pfadfinderstamm „Eberhard Wittgen“ und des Gymnasiums und der Realschule Essen-Überruhr ein reichhaltiges Programm statt.
Programm
Samstag, 22. Mai
12.00 Uhr: Hochlassen des Ballons
16.00 Uhr: Offizielle Begrüßung durch Norbert Frece (Vorstand Finanzen, Personal und Verwaltung des Ruhrverbands), Heinz-Dieter Schwarze (Bezirksbürgermeister) und Norbert Mering (Vorsitzender der Überruhrer Bürgerschaft e.V.)
Für den musikalischen Rahmen sorgen der Posaunenchor der ev. Gemeinde und das Ensemble „totalVokal“
Ausstellungseröffnung im Kurt-Schumacher-Zentrum („Kurt“):
– Fotoausstellung zum Bergbau
– Schülerarbeiten des Gymnasiums Essen-Überruhr:„Ruhrblicke“ und „Ruhrpotttypen“
– Malereien und Mischtechniken zum Thema „Bergbau“ von L. Hünerbein
– Porträt von Ludwig Kessing, Bergarbeiterdichter aus Überruhr
Infozelt des Ruhrverbands:
– Vorstellung der Ausbildung und Ruhrverbands-Quiz
17.00 bis 20.00 Uhr: Jazzmusik mit der Marchingband „Friends of Dixieland“
Montag, 24. Mai
11.00 Uhr: Gottesdienst mit Taufen unter dem Ballon, Begleitung durch den Kirchenchor
12.30 bis 14.30 Uhr: Dixieland am Mittag mit den „Friends of Dixieland“
14.30 bis 15.00 Uhr: Chormusik: Die „Blauen Jungs“ singen unter dem Ballon und ab 15.30 Uhr im „Kurt“
18.00 bis 1.00 Uhr: Erste „Pfadfindernacht“ mit Liederabend und Gitarrenmusik rund um eine Feuertonne
Mittwoch, 26. Mai
10.00 bis 13.00 Uhr: Klönmorgen mit Ehemaligen der Zeche Heinrich
14.30 bis 15.30 Uhr: Mitmachaktion der Realschule: Cajónworkshop
Donnerstag, 27. Mai
16.00 bis 19.00 Uhr: Pfadfindernachmittag mit Spielen zum Thema Bergbau
15.00 Uhr: Tanztee im „Kurt“
– Autorenlesung des Überruhrer Heimatdichters Alfred Baranowsky
– Norbert Mering rezitiert Gedichte des Überruhrer Bergarbeiterdichters Ludwig Kessing
– musikalische Umrahmung durch Klaus Heckmann
19.00 bis 20.00 Uhr: Blasorchester „TUBA-LIBRE“
Samstag, 29. Mai
15.30 bis 17.30 Uhr: „Ruhrgebietsnachmittag“ im „Kurt“
– Autorenlesung von Dr. Walter Wehner zur Ruhrgebietssprache unter dem Motto „Essen- Altstadt“
– MGV „Sängerbund“ 1887 Essen-Überruhr singt Bergmannslieder und mehr
17.30 Uhr: Moritaten, vorgetragen von Karl Keinig mit der Drehorgel
18.00 bis 1.00 Uhr: Zweite „Pfadfindernacht“ mit Liederabend und Gitarrenmusik rund um die Feuertonne
Sonntag, 30. Mai
15.00 bis 18.00 Uhr:
– Bunter Kindernachmittag mit Luftballonwettbewerb
– Zum Abschluss jazzt und zaubert noch einmal die Marchingband „Friends of Dixieland“
Wir freuen uns über eine Ankündigung zum Programm der SchachtZeichen und der Programmhighlights in Ihrem Medium. Herzlichen Dank, dass Sie dazu beitragen, viele Menschen an diesem Ereignis teilhaben zu lassen.
Info zum Ruhrverband:
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.