Ruhrverband passt US-Sonderfinanzierung erfolgreich an

Der Ruhrverband hat im Jahr 2001 – wie viele Bundes- und Landesbehörden sowie Kommunen auch – für einige seiner Betriebsanlagen zwei US-Transaktionen abgeschlossen

Sie dienen alleinig dem Ziel, die für die BürgerInnen aus der Wasserwirtschaft entstehenden finanziellen Belastungen abzusenken.

Die US-Sonderfinanzierungen mussten üblicherweise über einen amerikanischen Finanzdienstleister abgesichert werden. Als Folge der internationalen Finanzkrise ist in einer der Transaktionen des Ruhrverbands eine neue Absicherung des Geschäftes erforderlich geworden, die mit der US-Seite in der letzten Woche abschließend verhandelt wurde. Hierzu musste kurzfristig eine Summe von 33 Millionen Dollar bereitgestellt werden, die mittlerweile zum großen Teil wieder auf ein Treuhänderkonto zurückgeflossen ist. Die durch die Umstrukturierung entstandenen Kosten führen zur Reduzierung des ursprünglichen Gewinns dieser Transaktion in Höhe von 5,1 Millionen Euro, der sich durch wertsteigernde Anlage zwischenzeitlich auf 7,2 Millionen Euro erhöht hat. Rechnet man die Kosten gegen den bisherigen Gewinn des Geschäfts, so ergibt sich für den Ruhrverband nach wie vor ein Überschuss von 2,7 Millionen Euro.

Die Umstrukturierung wurde so vorgenommen, dass die neue Vertragsbasis zukünftig von einer Bewertung amerikanischer Finanzdienstleister unabhängig ist. Der Vorstand des Ruhrverbands äußert sich zufrieden darüber, dass der Verband trotz der Finanzkrise nach wie vor einen Gewinn aus der Transaktion zieht und das Vertragsverhältnis auf sicherere Füße gestellt wurde.

Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 5 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100% die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt und dabei sind die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sogar noch etwas geringer als im NRW-Durchschnitt.