Ruhrverband öffnet die Türen der Kläranlage Werdohl
Wasser bedeutet Vielfalt: Als Trinkwasser ist es Lebensmittel Nr. 1 für Mensch und Tier, Flüsse und Seen sind Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten, es dient den Menschen zur Erholung und Freizeit und ist als Brauchwasser wichtiger Grundstoff für Industrie und Wirtschaft.
Dafür, dass die Gewässer in der Region diese vielfältigen Aufgaben erfüllen können, sorgt seit über 100 Jahren der Ruhrverband. Er betreibt Talsperren, Stauseen, Kläranlagen und Niederschlagswasserbehandlungsanlagen im Einzugsgebiet der Ruhr, um künftigen Generationen intakte Gewässer zu überlassen.
Wie auf den Kläranlagen des Ruhrverbands aus schmutzigem Abwasser wieder sauberes Flusswasser wird, erfahren große und kleine Gäste beim Tag der offenen Tür am
Sonntag, dem 16. Juni 2024
von 10.00 bis 16.00 Uhr
auf der Kläranlage Werdohl,
Ütterlingsen 90,
58791 Werdohl
Geboten wird ein vielfältiges Programm mit regelmäßigen Führungen über die Kläranlage, Einblicken in die Laborarbeit, Spielspaß für die Kleinen und Leckereien für das leibliche Wohl. Bei der Prüfung zum „Junior-Klärmeister“ können Kinder ihr Wissen rund ums Thema Wasser unter Beweis stellen.
Wir freuen uns, wenn Sie den Tag der offenen Tür auf der Kläranlage Werdohl in Ihrem Medium ankündigen. Selbstverständlich heißen wir die Medien am 16. Junj ebenfalls herzlich willkommen und stehen für Fragen gern zur Verfügung.
Informationen zur Kläranlage
Am Standort Ütterlingsen 90 wurde bereits 1956 eine erste Kläranlage nach dem Belebtschlammverfahren betrieben und in der Folge aufgrund stetig steigender Anforderungen an eine zeitgemäße Abwasserreinigung zur heutigen Kläranlage Werdohl um- und ausgebaut.
Hier wird das Abwasser aus der Stadt Werdohl und sämtlichen Ortsteilen sowie aus Teilen von Lüdenscheid (Oberes Versetal) und Herscheid (Schwarzes Ahetal) unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen und Grenzwerte behandelt und anschließend dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgegeben. Bei Trockenwetter fließen der Anlage maximal 190 Liter Abwasser pro Sekunde zu, bei Regenwetter bis zu 430 Liter pro Sekunde. Die Anlage ist für 35.000 EW (Einwohnerwerte) ausgebaut.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Lennetal weist die Kläranlage Werdohl eine Besonderheit auf: Das Herzstück der Anlage, also die biologische Reinigungsstufe, sowie das Betriebsgebäude liegen östlich der Bundesstraße B236 und sind über eine Tunnelverbindung mit den westlich der Bundesstraße gelegenen Nachklärbecken verbunden.