Ruhrverband macht Kanalnetz in Essen-Steele fit für die Zukunft
Der Ruhrverband hat im Januar 2010 nach längeren Verhandlungen die Genehmigung zum Bau des Stauraumkanals und des Pumpwerks Westfalenstraße erhalten. Damit wird das Kanalnetz in Essen-Steele jetzt auch in diesem Bereich für die Herausforderungen der Zukunft fit gemacht. Derzeit bereitet der Ruhrverband die Auftragsvergabe vor. Vor Baubeginn müssen allerdings in der Grünanlage zwischen der Henglerstraße und der Ruhr rund 50 Bäume gefällt werden. Auch wenn der Stauraumkanal im unterirdischen Rohrvortieb hergestellt wird, so wird doch Platz an der Oberfläche für die Start- und Zielschächte benötigt. In Abstimmung mit den Landschaftsbehörden wurde der Februar als konfliktarmer Zeitraum für die Fällarbeiten festgelegt, am 8. Februar soll der Startschuss fallen. „Damit werden eventuelle Bruthabitate von Vögeln möglichst wenig gestört“, erläutert Christian Lux, Regionalbereichsleiter des Ruhrverbands.
Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die gefällten Bäume durch Neuanpflanzungen voll ersetzt; dies geschieht in enger Abstimmung mit den Plänen von Grün und Gruga Essen, den Bereich durch eine neu gestaltete Uferpromenade aufzuwerten.
Die eigentlichen Bauarbeiten am Kanalnetz sollen im September 2010 beginnen. Vorab wird der Ruhrverband ausführlich über die Einzelheiten zur Ausführung und zum voraussichtlichen zeitlichen Ablauf der Baumaßnahme informieren.
Info zum Ruhrverband:
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.