Ruhrverband gibt Entwarnung: Urangehalte in der Ruhr völlig unbedenklich

Derzeit überschlagen sich die Meldungen von Uran im Trinkwasser in Deutschland.

Dies ist allerdings für die knapp 5 Millionen Menschen, die aus der Ruhr ihr Trinkwasser beziehen, kein Thema. Nach Messungen des Ruhrverbands betragen die Urankonzentrationen im Wasser der Ruhr zwischen 0,02 Mikrogramm pro Liter im Oberlauf und 0,23 Mikrogramm pro Liter im Unterlauf der Ruhr. Damit ist der maximale Richtwert, der vom Umweltbundesamt mit 10 Mikrogramm pro Liter empfohlen wird, bereits im Rohwasser um den Faktor 500 bis 43 unterschritten. Darüber hinaus wird auch der Richtwert für Säuglingsnahrung von 2 Mikrogramm pro Liter ebenfalls um ein vielfaches unterschritten.

Die Ursache für den Nachweis von über 10 Mikrogramm Uran pro Liter im Trinkwasser in ca. 150 deutschen Orten liegt übrigens nicht in der Nutzung von Uran in Kernkraftwerken oder an sonstigen industriellen Gründen, sondern hat geologische Ursachen. Wenn das Grundwasser durch uranhaltiges Gestein sickert, kann es zu solchen Einträgen kommen. Beim Trinkwasser aus der Ruhr handelt es sich in erster Linie um Oberflächenwasser, welches sich nicht nur durch eine geringe Härte auszeichnet, sondern auch geologisch verursachte Belastungen nur in niedrigem Maße aufweist. Diese positiven Eigenschaften führen auch dazu, dass das Trinkwasser aus der Ruhr von vielen Menschen auch als sehr wohlschmeckend empfunden wird.

Info zum Ruhrverband:
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 5 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100% die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt und dabei sind die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sogar noch etwas geringer als im NRW-Durchschnitt.