Ruhrverband gewinnt internationalen Wettbewerb
Der Ruhrgütebericht, den der Ruhrverband seit 1973 gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) jährlich neu herausgibt, hat einen von der „International Water Association (IWA)“ weltweit ausgeschriebenen begehrten Preis gewonnen. „Die Jury beeindruckte besonders, mit welchem Nachdruck und langem Atem der Ruhrgütebericht in inhaltlich anspruchsvoller, aber gleichzeitig auch transparenter und nachvollziehbarer Weise seit fast 4 Jahrzehnten die Wasserqualität der Ruhr darstellt und dokumentiert und dabei nicht nur die Fachöffentlichkeit, sondern durch die jährlich stattfindenden Pressekonferenzen auch die breite Öffentlichkeit erreicht“, begründet Walter Kling, österreichischer Vorsitzender der internationalen Jury, die Entscheidung.
Der „IWA Marketing and Communications Award“ wird in fünf Kategorien vergeben, der Ruhrverband siegte mit dem Ruhrgütebericht in der Kategorie „Am besten geförderte(s) Aktivität oder Programm zum Schutz von Wasser“ („best promoted water protection activity or programme“). Bei der letzten Preisverleihung vor zwei Jahren wurde der Preis an die Queensland Water Comission, Australien vergeben.
Ziel des Wettbewerbs, der sich weltweit an die sich meist in öffentlicher Verantwortung befindlichen Unternehmen der Wasserwirtschaft richtet, ist es, die integrierte und nachhaltige Sicht auf das Gut Wasser zu fördern und den Dialog zwischen Wasserwirtschaft und Öffentlichkeit sowie Verbrauchern zu stärken. Die Jury stand in diesem Jahr vor der Aufgabe, aus fünfzig Einreichungen die Gewinner zu ermitteln. Die IWA ist eine Vereinigung von Wasserexperten, Regierungs- und Behördenvertretern sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen und ihren Mitarbeitern aus rund 130 Ländern und hat über 10.000 Mitglieder. Ihr Sitz ist in London und sie unterhält darüber hinaus Büros in den Niederlanden, Rumänien, Kenia, Peru, Mexico, USA, Singapur und China.
Prof. Harro Bode, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, reagierte sichtlich erfreut über die hohe internationale Auszeichnung: „Für die Wasserwirtschaft an der Ruhr und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der Preis eine Anerkennung für die geleistete Arbeit und zugleich Ansporn, auf diesem hohen Niveau an Nachvollziehbarkeit und Transparenz weiter voran zu gehen. Der Ruhrgütebericht ist nicht nur der Qualitätsreport der Ergebnisse unserer täglichen Arbeit, sondern er ermöglicht es der Öffentlichkeit, den Zustand der Ruhr und des Ruhrwassers in ungeschminkter Objektivität wahrzunehmen. Er wird auch weiterhin kritische Messergebnisse dokumentieren und vor dem Hintergrund in Diskussion befindlicher Anforderungen bewerten. Wir werden die Erstellung und Herausgabe des Ruhrgüteberichtes mit seiner Fülle an Messdaten und damit erzeugten Transparenz mit großer Sorgfalt weiterführen.“
Der nächste Ruhrgütebericht wird auf einer Pressekonferenz am 9. September 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt und steht anschließend, ebenso wie der durch die IWA ausgezeichnete Ruhrgütebericht 2008, auf www.ruhrverband.de im Internet zur Ansicht bereit.