Ruhrverband – Gastgeber des Ruhratolls

Frisch saniertes Stauwehr am Baldeneysee wird zur Loge des Ruhratolls.

Wasser und Kunst – zwei Lebenselixiere kommen zusammen! Der Ruhrverband freut sich, den Baldeneysee als Bühne für dieses Highlight des Kulturhauptstadtjahrs zur Verfügung zu stellen. Der 1933 vom Ruhrverband gebaute Baldeneysee wurde ursprünglich als Flusskläranlage errichtet, da sich die Wasserqualität durch die Industrialisierung dramatisch verschlechtert hatte. Heute ist der See das beliebteste Naherholungsziel im Ruhrgebiet. Er ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Infrastruktureinrichtungen gewinnbringend in das Landschaftsbild eingepasst werden können und damit neue Räume für Erholung, Freizeit, Natur und nun auch Kunst geschaffen werden. Das Ruhratoll, eine künstliche Inselgruppe, greift genau diesen Ansatz auf, indem Aspekte der Energieversorgung und der Ökologie durch Kunst in der Landschaft thematisiert werden.

Der Ruhrverband, verantwortlich für die ganzheitliche Wasserwirtschaft an der Ruhr, hat die Idee des Ruhratolls von Anfang an positiv begleitet. Seit mehr als vier Jahren unterstützt der Ruhrverband den Entwickler des Projekts, Norbert Bauer, zwar nicht finanziell aber mit ganz praktischen Hilfestellungen. Angefangen bei der komplizierten Standortfindung über ingenieurtechnische Beratungsleistungen, Bereitstellung des Hafens zu Montagezwecken und des Bootshauses als zentrale Anlaufstelle für das 1Ruhratoll, bis hin zur aktiven handwerklichen und nautischen Unterstützung.

Neben der Eröffnung des Ruhratolls wird am 12. Mai 2010 die offizielle Einweihung des sanierten Stauwehrs am Baldeneysee gefeiert. Der Ruhrverband hat nach mehr als 75 Betriebsjahren die Schleusentore und deren Antriebe erneuert, neue Leitwerk und Bootsumtragen errichtet, die Windwerke zur Öffnung der Wehrwalzen nebst Antrieben saniert, die Steuerungs- und Betriebstechnik komplett ausgetauscht sowie die Schleusenkanzeln und Fassaden neu gestaltet. In Kombination mit dem neuen Infopoint auf dem Wehr konnte damit die Aufenthaltsqualität auf dem Wehr deutlich gesteigert werden. Als zusätzliches Geschenk an die Essener Bevölkerung wird am 12. Mai erstmalig die dauerhafte farbige Illumination des Wehres in Betrieb genommen. Die Kosten der gesamten Sanierungsmaßnahmen betragen knapp sieben Millionen Euro.

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