Ruhrverband behebt kleinere Schäden am Mauerwerk der Listertalsperre

Deshalb ist ein schmaler Streifen an der „Luftseite“ der Staumauer aktuell eingerüstet

Die umfangreiche Sanierung der Listerstaumauer, bei der in sechs Bauabschnitten über mehrere Jahre hinweg mehr als 3.800 Quadratmeter Mauerwerk behandelt und 30 Kilometer Mauerfugen neu erstellt worden waren, hat der Ruhrverband vor knapp zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem fallen an einem über 100 Jahre alten Bauwerk immer wieder kleinere Reparaturarbeiten an.

Deshalb wird aktuell ein schmaler Streifen an der so genannten „Luftseite“, also der zur Biggetalsperre hin ausgerichteten Seite der Staumauer, für die nächsten Wochen eingerüstet. Der Ruhrverband nutzt den Umstand, dass die Biggetalsperre in den Sommermonaten erhöhte Wasserabgaben leisten musste und deshalb im Frühherbst einen vergleichsweise niedrigen Füllstand aufweist, für die Sanierung einer etwa 40 Quadratmeter großen Mauerfläche. In diesem Bereich, der bei höheren Füllständen unter Wasser liegt, werden lose Steine neu eingemauert und die Fugen anschließend im so genannten Trockenspritzverfahren wieder hergestellt.

Eine aktive Absenkung des Stauspiegels der Biggetalsperre, um an den schadhaften Bereich der Listerstaumauer heranzukommen ist, nicht notwendig. Aktuell ist die Biggetalsperre zu rund 76 Prozent gefüllt, das sind knapp zwei Prozent mehr als im langjährigen Mittel für die letzte Septemberwoche. Der Ruhrverband rechnet mit der Fertigstellung der Reparatur und dem Abbau des Gerüsts im November.

Bei den großflächigen Sanierungsarbeiten, die der Ruhrverband in den Jahren 2020, 2021 und 2022 auf der gegenüberliegenden (also zur Listertalsperre ausgerichteten) Seite der Staumauer
vorgenommen hat, musste im Gegensatz zur aktuellen Maßnahme der Stauspiegel der deutlich kleineren Listertalsperre gezielt abgesenkt werden. Anders als die Biggetalsperre ist diese nämlich im Regelbetrieb nahezu vollständig eingestaut, so dass schwankende Füllstände hier nicht vorkommen.