Möhnetalsperre: Ruhrverband schaut unter die Wasserlinie

Erste Absenkung des Vorbeckens Wamel seit 1997

Der Ruhrverband senkt ab Mitte September 2009 das Vorbecken Wamel der Möhnetalsperre um rund drei Meter ab. Die Absenkung soll rund vier Wochen andauern. Während dieser Zeit werden die Betriebseinrichtungen des Wehrs am Wameler Fischteich instand gesetzt und die Funktionsfähigkeit des Uferschutzes kontrolliert. Außerdem kann nach der Absenkung die Menge der vor allem durch das Sommerhochwasser vom August 2007 eingetragenen Sedimente festgestellt werden.

Das Vorbecken Wamel war zuletzt 1997 abgesenkt. Zum ersten Mal nach zwölf Jahren erhalten daher auch private Uferanlieger und Mieter von Ufergrundstücken des Ruhrverbands die Gelegenheit, unterhalb der Wasserlinie liegende Bauwerke in ihrem Verantwortungsbereich zu kontrollieren und gegebenenfalls zu sanieren.

Die Absenkung kann jedoch nur erfolgen, wenn das Hauptbecken der Möhnetalsperre Mitte September einen Wasserspiegel von höchstens 209 Metern über NN, rund fünf Meter unter Vollstau, aufweist. Der Ruhrverband bemüht sich, die im Vorbecken lebenden großen Teichmuscheln oder auch Weihermuscheln (Anodonta cygnea) aus den trocken fallenden Bereichen zu bergen und in tiefere Staubereiche zu versetzen.

Alle Wassersporttreibenden am Vorbecken bitte der Ruhrverband um Verständnis für die Absenkung, die zur Sicherstellung des Talsperrenbetriebs notwendig ist.

Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.