Möhnetalsperre: Ausgleichsweiher wird ein weiteres Mal entleert

Fortsetzung der Instandsetzungsarbeiten am Nebenkraftwerk ab dieser Woche

Nach dem zwischenzeitlichen Wiedereinstau des seit Ende August für Instandsetzungsarbeiten entleerten Ausgleichsweihers der Möhnetalsperre beginnt der Ruhrverband in dieser Woche (KW 48) mit der erneuten Entleerung. Grund hierfür ist die Demontage der Schützentafeln der beiden Turbineneinlauf-schütze im Nebenkraftwerk.

Weil sich bei der ersten Demontage im September herausgestellt hatte, dass auch die Führungsprofile dieser beiden Verschlussorgane verschlissen sind und erneuert werden müssen, waren die Tafeln zunächst nur provisorisch instandgesetzt worden, um den aufeinander abgestimmten Bauablauf nicht unnötig zu beeinträchtigen. Nun werden sie im Werk vollständig aufgearbeitet und neu konserviert und in dieser Zeit auch die Führungsprofile ersetzt. Der Sanierungsbedarf war in diesem Umfang vorab nicht absehbar, er ist aber auch nicht verwunderlich, denn die Bauteile stammen noch aus dem Jahr der Inbetriebnahme des Ausgleichsweihers und Kraftwerks, also von 1953.

Der Ruhrverband setzt damit die im August begonnenen Arbeiten fort, die den Auftakt zu einer mehrjährigen Sanierungsphase am Ausgleichsweiher markiert haben. Es wird damit gerechnet, dass die aktuelle Maßnahme in der zweiten Dezemberwoche (KW 50) beendet sein werden. In späteren Bauphasen werden unter anderem die Kegeldüse an der Grundablassleitung II, das Grundablassschütz sowie die Stauklappe am Nebenkraftwerk saniert oder durch neue Bauteile ersetzt; auch hierbei wird es zu immer wieder zu Entleerungen des Ausgleichsweihers kommen.

Wichtig: Die trockengelegte Weiherfläche ist nicht tragfähig, das Betreten ist verboten. Dies gilt auch für Eisflächen, die sich auf verbleibenden Wasserpfützen bilden. Es besteht Lebensgefahr!