Kläranlage Bochum-Ölbachtal, Sanierung Schlammplätze Kleff, Witten: Geruchsbelästigung der Anwohner

Seit Juli 2006 wird die nach Landesbauordnung genehmigte Sanierung der Schlammplätze Kleff durchgeführt.

Bereits im Jahr 2005 wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie in einer Bürgeranhörung erläutert, dass sich unter den entleerten Becken Auffüllungen befinden, die aus teerhaltigem Straßenaufbruch und teerhaltigen Klärschlämmen bestehen. Diese Auffüllungen beinhalten Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK ist die Bezeichnung für ein Stoffgemisch aus über hundert Einzelstoffen, die in Kohle, Pech und Teer enthalten sind.

Zur Zeit werden Auffüllungen mit einer PAK-Belastung umgelagert. Die umgelagerten Materialien werden nach Durchführung der Sanierung mit einer Oberflächenabdichtung gesichert. Aufgrund der Niederschläge im August war ein Teil der Auffüllungen so wassergesättigt, dass eine Umlagerung nicht möglich war. Das Material musste daher mit Kalk gemischt werden, um die Standfestigkeit zu verbessern. Im Zuge des Mischvorgangs entstanden Emissionen, die zu Geruchsbelästigungen im Umfeld führten. Durch das wärmere und trockene Wetter hat sich die Freisetzung dieser Gerüche verstärkt. Die Zugabe von Kalk wurde daher bereits eingestellt. Die Umlagerung des kritischen Bereiches wird in der nächsten Woche abgeschlossen.

Das Umweltamt der Stadt Witten, das Staatliche Umweltamt Hagen und das Landesumweltamt sind über die Situation informiert und waren bereits vor Ort. Das Landesumweltamt führt derzeit eigene Luftmessungen durch. Darüber hinaus hat ein Fachgutachter Luftmessungen durchgeführt und setzt diese weiterhin fort. Nach Aussage des Fachgutachters ist die Geruchsschwelle sehr gering: eine Gesundheitsgefährdung läge nicht vor. Vorsorglich wird die Luft nicht nur auf PAK, sondern auch auf andere Stoffe untersucht. Der Ruhrverband hat als Sofortmaßnahme die Abdeckung des Materials mit Folien angeordnet.