Integrale Entwässerungsplanung (IEP) verbessert Gewässerschutz und spart Kosten: Ruhrverband stellt neues Instrument zur Optimierung der Siedlungsentwässerung vor
Sie untersucht umfassend die Wechselwirkungen zwischen Kanalisation, Niederschlagswasserbehandlung, Abwasserreinigung und den aufnehmenden Gewässern und bezieht dabei auch die realen Betriebsdaten der Niederschlagswasser- und Abwasserbehandlungsanlagen in die Betrachtung ein.
Dieses neue Instrument zur optimierten Siedlungsentwässerung besteht aus fünf Teilschritten, die von einem Messprogramm zur genauen Bestimmung der Fremdwassersituation in ausgesuchten Kläranlageneinzugsgebieten bis zur Entwicklung eines kalibrierten Niederschlags-Abfluss-Modells reicht. Auf Basis dieser umfassenden Daten können geeignete Optimierungsstrategien für die Siedlungsentwässerung entwickelt werden, die ökologischen Fortschritt mit ökonomischen Vorteilen verbinden.
"Unsere bisherigen Erfahrungen mit der IEP sind überaus positiv: In Einzelfällen konnte auf den Neubau von Regenbecken oder kostenintensive Kanalsanierungen verzichtet werden. Außerdem trägt das optimierte Betriebsverhalten zu einer wesentlichen Verringerung der ins Gewässer eingeleiteten Schmutzfracht bei", sagt Professor Norbert Jardin, Leiter der Planungsabteilung des Ruhrverbands.
Der Ruhrverband stellt die IEP auf der diesjährigen "Wasser Berlin" vor. Auf der internationalen Fachmesse, die vom 30. März bis zum 3. April 2009 in Berlin stattfindet, ist der Ruhrverband im Rahmen des Gemeinschaftsstands der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in NRW (agw) vertreten. Eine 16-seitige Broschüre zum Thema IEP finden ist unter www.ruhrverband.de verfügbar.
Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.