Instandsetzungsarbeiten am Ausgleichsweiher der Möhnetalsperre gehen weiter
Wie schon im Vorjahr wird der Ruhrverband in der letzten Augustwoche 2026 den Ausgleichsweiher unterhalb der Möhnetalsperre bis voraussichtlich Mitte Oktober entleeren. Grund dafür ist die Fortsetzung der auf mehrere Jahre angelegten umfangreichen Instandsetzungsarbeiten, die zur Sicherstellung eines dauerhaft sicheren und zuverlässigen Betriebs der Möhnetalsperre sowie ihrer Wasserkraftwerke erforderlich sind.
Wie im letzten Jahr werden mehrere Maßnahmen gebündelt und in einem intensiven Bauzeitfenster ausgeführt. Unter anderem wird die Kegeldüse an der Grundablassleitung II ausgebaut, so wie es im vergangenen Jahr bereits am Grundablass III der Fall war. Um die bestehenden Bausubstanz rund um die Kegeldüse zu schonen, erfolgt der Ausbau auch diesmal in einem aufwendigen Betonschneide- und Höchstdruckwasserstrahlverfahren. Im kommenden Jahr, wenn der Ausgleichsweiher erneut abgesenkt wird, werden dann auf beiden Grundablässen neue Kegeldüsen aufgesetzt. Die erforderliche Korrosionsschutzarbeiten in den Rohrleitungen der Grundablässe konnten im Laufe dieses Jahres fertiggestellt werden.
Am rechten Mauerfuß der Staumauer stehen außerdem kleinere Verfugarbeiten an, auch der Einlauf des Westricher Bachs in den Ausgleichsweiher muss noch fertiggestellt werden. Auf der Wasserseite der Staumauer werden im Rahmen von Taucheinsätzen Revisionsverschlüsse auf zwei Grundablasseinläufe gesetzt. In deren Schutz erfolgen anschließend Kontrollarbeiten sowie die Instandsetzung eines Hydraulikzylinders.
Im Hauptkraftwerk erhält die Stahlpanzerung der Laufräder im Auslaufbereich der beiden Turbinen eine neue Beschichtung und das Endstück der Kraftwerksleitung wird umgebaut. Diese Arbeiten im Hauptkraftwerk sind die Voraussetzung für die umfassenden Inspektions- und ggf. Instandsetzungsarbeiten an der Kraftwerksleitung, die für das nächste oder übernächste Jahr vorgesehen sind.
Auch am Nebenkraftwerk muss in diesem Herbst noch einmal gearbeitet werden, da die Instandsetzung der Turbineneinlaufschütze sich als komplexer herausgestellt hat, als im vergangenen Jahr absehbar war. Arbeiten finden an der Mindestwasserabgabeleitung, den Flügelwänden und dem Hydraulikzylinder der Stauklappe sowie der Rechenanlage zu den Turbinen statt.
Der Ruhrverband geht davon aus, dass die umfangreichen Bauarbeiten bis Mitte Oktober abgeschlossen sein werden. Wenn alles klappt wie geplant, wird die auf mehrere Jahre angelegte Sanierung damit ein gutes Stück vorangekommen sein.
Einschränkungen für die Öffentlichkeit: Während der Arbeiten ist insbesondere auf der Südseite des Ausgleichsweihers mit Baustellenverkehr zu rechnen. Die Wege rund um den Weiher bleiben – abgesehen von kurzfristigen Sperrungen für Kraneinsätze oder ähnliche Arbeiten – weitgehend öffentlich zugänglich. Auch die Mauerkrone der Möhnetalsperre bleibt begehbar.
Wichtig: Das Betreten oder Befahren der trockengelegten Weiherfläche ist streng verboten. Diese Flächen bergen erhebliche Gefahren. Der Ruhrverband weist mit entsprechender Beschilderung auf die Lebensgefahr hin. Der Ausgleichsweiher ist zudem Vogelschutzgebiet. Allein deswegen sollte das unnötige Betreten dieses Bereichs und damit die Störung der Vogelwelt unterbleiben.
Wie auf dieser Aufnahme vom Herbst 2025 muss der Ausgleichsweiher der Möhnetalsperre auch in diesem Jahr für umfangreiche Arbeiten entleert werden. Das Betreten ist verboten.