Hennetalsperre verhinderte Schlimmeres
Besonders betroffen war dabei die Region um Meschede. So fielen am Sonntag, dem 17. September in der Zeit von 20:25 bis 21:55 Uhr in nur neunzig Minuten an der Station Hennetalsperre 65 Liter Regen pro m². Ein solches Ereignis tritt seltener auf als ein Mal in hundert Jahren [gemäß: KOSTRA-DWD 2000 (Koordinierte Starkniederschlags-Regionalisierungs-Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes)].
Der Zufluss zur Talsperre stieg am Sonntag ab 20:30 Uhr innerhalb von nur vier Stunden von unter 300 Liter auf 23.500 Liter pro Sekunde an. Schon zur Mittagszeit am Montag war der Zufluss wieder auf unter 6.000 Liter pro Sekunde zurückgegangen. Um die gesamte Zuflusswelle in der Talsperre zurückhalten zu können, wurde die Abgabe aus der Talsperre während des gesamten Ereignisses auf 1.000 Liter pro Sekunde begrenzt. Ohne die Hennetalsperre hätte die Innenstadt von Meschede zusätzlich bis zu 20.000 Litern Wasser pro Sekunde verkraften müssen. Die Bedeutung der Talsperren für den Hochwasserschutz wird auch durch dieses Starkregenereignis verdeutlicht.