Hengsteysee: Frostperiode verursacht Felssturzgefahr

Aus Sicherheitsgründen muss der Ruhrverband den nördlichen Uferrandweg teilweise sperren

Durch den anhaltenden Frost der letzten Wochen steigt am Hengsteysee das Risiko, dass Felsbrocken oder Schlammlawinen vom Steilhang des Nordufers auf den unterhalb verlaufenden Uferrandweg stürzen könnten. Aus Sicherheitsgründen muss der Ruhrverband als Wegeeigentümer daher den Weg ab dem 18. Januar 2010 auf dem betroffenen Teilstück - von Villa Funcke bis Dortmunder Str. - für den Publikumsverkehr sperren.

Bereits im vergangenen Winter hatten die frostigen Temperaturen das Gestein des Hangs gelockert und dadurch zu gefährlichen Geröllstürzen geführt. Der Ruhrverband hatte daraufhin als Sofortmaßnahme die Felsböschung beräumen und am Hangfuß einen Stahlgitterzaun errichten lassen, so dass nach Ansicht des eingeschalteten Gutachters während der warmen Jahreszeit keine akute Gefahr bestand. Eine dauerhafte Abwendung der Felssturzgefahr, auch während der Frostperiode, würde jedoch nur eine rund 900.000 Euro teure Hangsanierung bringen.

Da der Weg fast ausschließlich der Freizeitnutzung dient, ist es dem Ruhrverband nicht möglich, die Sanierung aus Mitgliedsbeiträgen - und damit zu Lasten der Abwassergebührenzahler im Verbandsgebiet - zu finanzieren. Der Ruhrverband unterstützt daher die Stadt Dortmund, auf deren Gebiet das betroffene Wegestück liegt, bei der Suche nach einer geeigneten Finanzierungslösung.

Bis eine solche Lösung gefunden worden ist, muss der nördliche Uferrandweg des Hengsteysees für den Publikumsverkehr gesperrt werden. Der Ruhrverband bittet um Verständnis für die entstehenden Unannehmlichkeiten.

 

Info zum Ruhrverband:
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.