Ennepetalsperre: Sedimentberäumung ist abgeschlossen
Der Ruhrverband hat am 15. Juli 2009, rund ein Jahr nach Beginn der Arbeiten, die Ausbaggerung des Vorbeckens Osenberg der Ennepetalsperre sowie der beiden Seitenbecken bei Altenfeld und Altena abgeschlossen. In den Becken steht nun wieder der gesamte Stauraum zur Verfügung, der vor der Beräumung durch abgelagerte Sedimente auf weniger als 60 Prozent seiner ursprünglichen Größe geschrumpft war.
Damit das zufließende Wasser ausreichend lange Zeit im Vorbecken verweilen kann, ehe es in die Ennepetalsperre abfließt, darf der Stauraum eine gewisse Größe nicht unterschreiten. Nur so kann das Vorbecken seine Funktionen zur Verbesserung der Wassergüte, nämlich die Reduzierung der Belastung mit Nährstoffen und Nitrat, die Eliminierung von Keimen und Parasiten und den Rückhalt von Trübstoffen, erfüllen.
Insgesamt wurden aus dem Vorbecken Osenberg und den beiden Seitenbecken 66.000 Tonnen Sedimente herausgeholt. Zuletzt waren die Becken vor mehr als 40 Jahren ausgebaggert worden. Ende Juli, wenn die Baustelle vollständig geräumt ist, werden die entleerten Becken neu eingestaut und können dann wieder ihre volle Leistung erbringen.
Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von fünf Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100 Prozent die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt. Die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sind dabei sogar noch etwas geringer als der NRW-Durchschnitt.