Ennepetal: Mehr Platz für den Hochwasserschutz und Natur

Ruhrverband schließt Gewässerentwicklungsmaßnahme an der Heilenbecke erfolgreich ab

Mit einer naturnahen Umgestaltung eines Zuflusses zur Heilenbecke hat der Ruhrverband in Ennepetal eine weitere Maßnahme zur ökologischen Gewässerentwicklung erfolgreich abgeschlossen. Im unmittelbaren Anschluss an den Neubau der Brücke „Wittenstein“ wurde der 
bislang stark eingeengte Bachlauf auf einer Länge von rund 100 Metern aufgeweitet und naturnah gestaltet. Ziel der Maßnahme ist es, den Gewässern mehr Raum für den Hochwasserabfluss zu geben und gleichzeitig ihre ökologische Qualität nachhaltig zu verbessern.

Durch die Aufweitung erhält das Gewässer künftig mehr Ausbreitungsfläche bei Hochwasserereignissen. Gleichzeitig wurden die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen deutlich verbessert. Hierzu baute der Ruhrverband insgesamt 20 Strukturelemente aus Totholz ein, die die Strömung des Wassers gezielt lenken und vielfältige Lebensräume für Fische und wirbellose Kleintiere schaffen. Ergänzend wurden zehn Bäume sowie weitere standortgerechte 
Gehölze gepflanzt. Die übrige Ufervegetation soll sich künftig weitgehend natürlich entwickeln.

Um den langfristigen Erfolg der Maßnahme sicherzustellen, wird die Entwicklung des Gewässers in den kommenden zwei Jahren durch eine gezielte Entwicklungspflege begleitet.

Die Planung erfolgte durch das Ingenieurbüro für Landschaftsentwicklung (ILS) aus Essen, die Bauausführung übernahm die Garten- und Landschaftsbaufirma Rosenkranz aus Velbert. Die Umsetzung wurde in enger Abstimmung mit der Stadt Ennepetal realisiert und unterstreicht die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Ruhrverband bei der Entwicklung und Unterhaltung der Gewässer.

Der Neubau der Brücke „Wittenstein“ war notwendig geworden, nachdem das Bauwerk beim Hochwasser im Juli 2021 erhebliche Schäden erlitten hatte. Die nun abgeschlossene Gewässerentwicklungsmaßnahme nutzt die Gelegenheit, den angrenzenden Bachabschnitt zukunftsfähig zu gestalten: Mehr Raum für das Gewässer verbessert den Hochwasserschutz und stärkt zugleich die ökologische Vielfalt der Heilenbecke.
 

Der aufgeweitete und ökologisch mit Totholz gestaltete Bachlauf mit Mündung in die Heilenbecke.