Bohrplattform auf dem Baldeneysee: Ruhrverband erneuert die beiden Leitwerke zur Schleusenzufahrt und die Paddelsteganlage für Ruderer und
Damit die Schiffe sicher in die bereits im letzten Jahr sanierte Schleuse ein- und ausfahren können, werden nun die Leitwerke erneuert. Hierzu müssen 23 große Rohre mit Durchmessern von 90 bzw. 60 cm in den Untergrund des Baldeneysees und der Ruhr eingebracht werden.
"Die Schwierigkeit der Baumaßnahme besteht darin, dass die 20 Meter langen Rohre mit hoher Lagegenauigkeit bei großer Strömung in den felsigen Untergrund des Baldeneysees verankert werden müssen", erläutert Ulrich Rudzinski, Bauleiter des Ruhrverbands, die komplexe Aufgabe.
Der Ruhrverband realisiert die Maßnahme mit dem Einsatz eines Stelzenpontons von 10 x 36 Metern Größe auf dem sich ein Seilbagger mit einer 70 Tonnen schweren Drehbohranlage befindet. Mit dieser Bohrplattform werden bis zu zehn Meter Tiefe Bohrungen in den Fels getrieben, mit Sand verfüllt und anschließend die Großrohre eingerüttelt. Das gewählte Verfahren sichert einen kostengünstigen und sicheren Bau der Leitwerke, welche bis Ende März fertiggestellt werden.
Parallel dazu erneuert der Ruhrverband die Paddelsteganlage für Ruderer und Kanuten, damit ein sicheres Umsteigen vom Ober- ins Unterwasser möglich ist. Die Steganlage wird pünktlich zum Beginn der Wassersportsaison Ende April in Betrieb gehen. Die Kosten der Maßnahmen betragen rund 1,7 Millionen Euro.
Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 5 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100% die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt und dabei sind die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sogar noch etwas geringer als im NRW-Durchschnitt.