Biggetalsperre: Sedimentumlagerung Vorbecken Eichhagen
Hierbei wurden rund 38.000 m³ Sediment aus dem oberen Bereich des Talsperrenzuflusses in 1,5 km unterhalb liegende tiefere Bereiche des Vorbeckens umgelagert. Das Sediment war mit einer beträchtlichen Menge an Abfall (Totholz, Autoreifen, Mülltonnen etc.) durchsetzt, so dass ein Schaufelbagger auf einem Ponton das Sediment im ersten Arbeitsschritt durchgekämmt, von Abfall gereinigt und diesen noch auf dem Ponton sortiert hat.
Der Abfall wurde anschließend an Land ordnungsgemäß entsorgt. Im zweiten Arbeitsgang wurde dann mit Hilfe eines Schneidkopfsaugbaggers das Sediment vom Talsperrenboden aufgenommen und mit einer Spülleitung in den unteren Teil des Vorbeckens transportiert. Dieses zweigeteilte Verfahren brachte neben der Abfallentnahme die Auflockerung des Sedimentes und somit eine Erhöhung der Spülleistung mit sich.
Bei der Wahl des Durchführungszeitraums wurde explizit auf den Tourismus, Beginn der Maßnahme nach den Sommerferien, und auf ökologische Gegebenheiten, insbesondere die Brut- und Schonzeiten der Fisch- und Vogelwelt, geachtet.
Obwohl bei der Planung mit der Bildung von Sedimentfahnen im Gewässer gerechnet wurde, hat sich bei der Durchführung gezeigt, dass das Sediment (Einleitung in 3 m Wassertiefe) schnell absinkt und dadurch an der Oberfläche kaum eine Verunreinigung des Wassers zu erkennen war.
Da die Sedimentablagerungen im Bereich Olpe die Naherholungsfunktion stark eingeschränkt haben und die Umlagerung insbesondere dazu dient, die touristischen Ziele der Stadt Olpe zu unterstützen, trägt sie rund 3/4 der Kosten. Diese belaufen sich auf insgesamt 250.000 €.