Baldeneysee: Umlagerungsarbeiten unterhalb des Stauwehrs beginnen im August

Durch Hochwasser entstandene Kolke werden mit vorhandenen Sedimenten verfüllt

Der Ruhrverband hat eine spezialisierte Wasserbaufirma beauftragt, die durch das extreme Hochwasser im Juli 2021 entstandenen Aushöhlungen (Kolke) in der Flusssohle unterhalb der Tosbeckenendschwelle des Stauwehrs am Baldeneysee zu verfüllen. Die Baustelleneinrichtung für die Maßnahme beginnt im August 2026, und zwar am rechten Ruhrufer auf dem Umschlagplatz der Bezirksregierung Düsseldorf, ca. 420 Meter unterhalb der Wehranlage (Freiherr-vom-Stein-Straße 60) und am linken Ruhrufer auf den Parkplätzen des Treppenaufgangs zum Wehr (Hardenbergufer 91).

Verfüllt werden die Kolke durch die Umlagerung der Sedimente, aus denen weiter flussabwärts kleinere Inseln entstanden sind. Diese Inseln, die in der Vergangenheit von Wasservögeln als Nistplätze genutzt wurden, werden im Zuge der Baumaßnahme abgetragen. Der Ruhrverband 
hat die aus Gründen des Hochwasserschutzes notwendige Maßnahme mit der Bezirksregierung Düsseldorf sowie mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen abgestimmt. Der Arbeitsbeginn erfolgt in Absprache mit einem vom Ruhrverband beauftragten Büro für Landschaftsplanung und angewandte Ökologie, das durch Begehungen sichergestellt hat, dass keine Brutaktivitäten von der Maßnahme beeinträchtigt werden. Alle Jungtiere, die in diesem Jahr auf den Inseln geschlüpft sind, haben ihr Nest mittlerweile verlassen und der Bewuchs auf den Sedimentinseln wurde anschließend entfernt.

Um den im Juli 2021 stark in Mitleidenschaft gezogenen Sohlbereich direkt unterhalb der Tosbeckenendschwelle bei künftigen Hochwasserereignissen besser zu schützen, wird der Bereich nach der Verfüllung der Kolke mit verklammerten Wasserbausteinen erosionssicher gestaltet. Auch die linken Ufersicherungen werden wiederhergestellt. 

Der Ruhrverband bittet um Verständnis für etwaige Lärmentwicklung, Einschränkungen der Freizeitnutzung oder Verkehrsbeeinträchtigungen durch Baufahrzeuge am Hardenbergufer während der notwendigen Bauarbeiten.