An der ehemaligen Kläranlage Essen-Steele entsteht ein

Im Zuge der Neustrukturierung der Abwasserbeseitigung im Essener Süden ist der Stauraumkanal in Essen-Steele ein weiterer Baustein innerhalb des Gesamtkonzepts, bestehend aus den Kläranlagen Essen-Süd, Essen-Kupferdreh, Essen-Kettwig und der zentralen Klärschlammbehandlungsanlage Langenbrahm.

Veranlassung war die Schaffung von ursprünglich 5.000 m3 Niederschlagswasserbehandlungsvolumen am Standort der ehemaligen Kläranlage Essen-Steele.

Das Einzugsgebiet der Niederschlagswasserbehandlungsanlage besteht überwiegend aus Wohngebieten, die im Mischverfahren entwässert werden. Es umfasst die Stadtteile Essen-Steele, Essen-Freisenbruch und Essen-Horst sowie die Teile der zur Stadt Bochum gehörenden Ortslagen Stalleicken und Eiberg. Die Größe des Einzugsgebiets beträgt 966 ha.

In den Jahren 2002 bis 2004 wurde der 1. Bauabschnitt in Form eines vorgelagerten Stauraumkanals mit einem Behandlungsvolumen von 1.500 m3 erstellt. Anschließend wurde das Pumpwerk Kläranlage Essen-Steele als Zulaufpumpwerk für die neuerrichtete Kläranlage Essen-Süd in der Heisinger Aue gebaut. Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme dieses Pumpwerks konnte im Herbst 2005 die Kläranlage Essen-Steele außerberieb genommen werden. Im Jahr 2006 erfolgte der Abbruch der Kläranlage Essen-Steele.

Der im Herbst 2007 begonnene Bau des Stauraumkanals erfolgt in bergmännischer Bauweise unter Druckluft. Dieser Vortrieb ist mit dem heutigen Tage zum Abschluss gekommen. Die Gesamtinvestionskosten des Stauraumkanals sowie des Pumpwerks betragen ca. zehn Millionen Euro. Die Baummaßnahmen werden unter finanzieller Beteiligung der Stadt Essen errichtet.

Info zum Ruhrverband
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Non-Profit-Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 5 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100% die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt und dabei sind die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sogar noch etwas geringer als im NRW-Durchschnitt.