7. Internationaler Workshop Flussgebietsmanagement zu Gegenwart und neuen Zielhorizonten des Gewässerschutzes
Die vom Ruhrverband initiierte und inhaltlich maßgeblich mitgestaltete Fachtagung genießt mittlerweile einen hohen Stellenwert in der wasserwirtschaftlichen Fachwelt. So erfreut sich der diesjährige siebte Workshop, zu dem Professor Harro Bode als Leiter dieser Veranstaltung etwa 100 Teilnehmer begrüßen kann, wiederum einer regen Nachfrage.
Schwerpunkt der Fachtagung ist die Umsetzung der im Dezember 2000 in Kraft getretenen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Wie in ihr gefordert, haben alle Staaten der Europäischen Union mittlerweile eine mehr oder weniger umfangreiche Zustandsbeurteilung der Gewässer und des Grundwassers vorgelegt. Diese Zustandsbeurteilung lieferte aber ein eher ernüchterndes Ergebnis, da die erforderliche Datengrundlage für eine derartige Bewertung fehlte und hilfsweise auf verfügbare Informationen zurückgegriffen werden musste. Vor diesem Hintergrund stellen verschieden nationale und internationale Experten ihre Überlegungen zu einer Gewässerüberwachung vor, die den Ansprüchen der Wasserrahmenrichtlinie genügt. Im Fokus einer Podiumsdiskussion steht die Erörterung möglicher Umweltziele, deren Festlegung maßgeblich den Umfang etwaiger noch erforderlicher Verbesserungsmaßnahmen mitbestimmt.
Ein breit gefächertes Meinungsspektrum bietet sich dem Workshopteilnehmer bei den Aspekten, wie überhaupt mögliche Verbesserungsmaßnahmen entwickelt, hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz bewertet und vor allem auch finanziert werden können.
Dieser Workshop verdeutlicht die Bedeutung eines ganzheitlichen Flussgebietmanagements, wie es beispielsweise seit mehr als hundert Jahren im Ruhreinzugsgebiet praktiziert wird.