Ressourcenschonende und integrierte Aktivkohleherstellung auf Kläranlagen zur Spurenstoffelimination
Das Projekt RIAS hat zum Ziel, abwasserbürtige organische Stoffe durch Siebung aus dem Rohabwasser zu gewinnen, diese zu RAK (Ressourcenschonende Aktivkohle) umzuwandeln und zur Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen einzusetzen. Im Projekt durchläuft kommunales Abwasser nicht wie gewöhnlich ein Vorklärbecken, sondern wird mechanisch durch Abwassersiebung vorbehandelt. Die mechanische Vorreinigung soll durch den Einsatz unterschiedlicher Siebmaschenweiten hinsichtlich der Wertstoffrückgewinnung / Siebgutgewinnung optimiert werden. Das erhaltene Siebgut wird mittels unterschiedlicher Verfahren (Hydrothermale Karbonisierung (HTC) oder Pyrolyse) thermisch behandelt, pelletiert und in einem Drehrohrofen aktiviert. Alternativ wird auch unbehandeltes, pelletiertes Siebgut direkt aktiviert.
Die produzierte RAK wird hinsichtlich ihrer Leistung zur Spurenstoffelimination charakterisiert und mit konventioneller Aktivkohle verglichen. Ziel ist die Ermittlung des geeignetsten Verfahrens und der besten Prozesseinstellungen zur Umwandlung des Siebguts in eine für die Spurenstoffelimination optimierte RAK. Zudem werden Versuche zur Desorption möglicher Schadstoffe von der RAK durchgeführt. Zur Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks der hergestellten RAK wird eine Lebenszyklusanalyse angewendet. Durch Massenbilanzierung werden die Potenziale für die zukünftige Autarkie von Kläranlagen hinsichtlich der RAK-Produktion und -Anwendung zur Spurenstoffelimination bewertet.
Projektlaufzeit: 11/2019 – 02/2024
Fördermittelgeber
Projektpartner