Baumaßnahmen

Wassergütewirtschaft

Der Ruhrverband hat in den Jahren 1990 bis 2006 rund 1,6 Milliarden Euro investiert, um seine Kläranlagen so auszubauen, dass die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff weitgehend zurückgehalten werden. Er erfüllte damit die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Abwasserreinigung, die als Reaktion auf das Robbensterben und die Algenpest in der Nordsee seit Ende der 1980er-Jahre deutlich verschärft worden waren. Nach Abschluss dieses Kläranlagenausbauprogramms hat der Ruhrverband seine Investitionstätigkeit in der Wassergütewirtschaft erheblich zurückfahren können. Die derzeitigen Anlagen erfüllen den notwendigen Stand der Technik in vollem Umfang und erfordern daher zurzeit im Wesentlichen nur noch Erhaltungsinvestitionen. Die Investitionen im Bereich Gewässergütewirtschaft betreffen derzeit insbesondere Maßnahmen der Niederschlagswasserbehandlung.

Wassermengenwirtschaft

Im Geschäftsjahr 2013 hat der Ruhrverband verschiedene Baumaßnahmen mit Einfluss auf die Talsperrenbewirtschaftung vorgenommen. An der Hennetalsperre fanden Stahlwasserbauarbeiten an der Hochwasserentlastungsanlage statt. Dazu musste die Hennetalsperre bis zum 1. September 2013 auf das Stauziel von 318,00 Metern über Normalnull abgesenkt und unterhalb dieses Stauziels bis in den Beginn des neuen Abflussjahres gehalten werden.

An der Sorpetalsperre erforderten Baumaßnahmen im Bereich der Hochwasserentlastungsanlage (Überlauf/Tosbecken) und die Umsetzung einer Maßnahme im Rahmen der Regionale 2013 im Bereich des Vorbeckens die Absenkung der Sorpetalsperre auf 280,00 Meter über Normalnull. Die Reduzierung der Stauhöhe musste bis in das neue Abflussjahr hinein aufrecht gehalten werden. An der Möhnetalsperre wurde das Hauptkraftwerk aufgrund von Revisionsarbeiten in der Kraftwerksleitung in der Zeit vom 12. August bis zum 14. September 2013 außer Betrieb genommen. Da das aus der Talsperre abgegebene Wasser in diesem Zeitraum kraftwirtschaftlich nicht genutzt werden konnte, wurden in diesem Zeitraum bevorzugt die Henne- und Sorpetalsperre für die Niedrigwasseraufhöhung herangezogen.