Verwaltung des Ruhrverbands ist „Ökoprofit“-zertifiziert

Rezertifizierung des TSM in der Wassergütewirtschaft (v.l.): Dr.-Ing. Peter Evers, Geschäftsbereichsleiter beim Ruhrverband, Dipl.-Ing. Johannes Lohaus, Geschäftsführer der DWA, Prof. Harro Bode, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, und Prof. Thomas Grünebaum, Geschäftsbereichsleiter beim Ruhrverband

Der Ruhrverband hat mit seiner Hauptverwaltung in Essen erfolgreich an der siebten Zertifizierungsrunde des „Ökologischen Projekts für Integrierte Umwelttechnik“ (Ökoprofit) teilgenommen. Das Kooperationsprogramm zwischen Kommunen und Wirtschaft unterstützt Betriebe jeder Art und Größe bei der Verbesserung des betrieblichen Umweltmanagements. In Essen wurde der Ruhrverband im Jahr 2010 als eines von elf Unternehmen Ökoprofit-zertifiziert. In einer Feierstunde im Sitzungssaal des Ruhrverbands überreichten der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel und Essens 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek die Urkunden an VertreterInnen der am Projekt beteiligten Firmen. 

Der Ruhrverband, der die Abwasserreinigung für 2,3 Millionen Menschen im Ruhreinzugsgebiet verantwortet, beschäftigt sich in seinem Kerngeschäft schon seit vielen Jahren intensiv mit Fragen der Energieeffizienz von Kläranlagen. Seit 2006 konnte beispielsweise der Stromverbrauch für den Betrieb der Kläranlagen um sechs Prozent gesenkt und die eigene Stromerzeugung durch Klärgasverstromung um mehr als 20 Prozent gesteigert werden. Damit wurden die Stromkosten für den Betrieb der Kläranlagen um 3,5 Millionen Euro auf acht Millionen Euro gesenkt.

Der Ruhrverband hat ein Jahr lang intensiv mit einem kleinen Umweltteam daran gearbeitet, Maßnahmen zur Umweltentlastung und Kostensenkung für die drei Gebäude der Hauptverwaltung zu entwickeln und umzusetzen. Die Auszeichnung soll aber nicht Schluss-, sondern Startpunkt für ein weitergehendes ökologisches Engagement des Ruhrverbands am Stammsitz sein. Für 2011 ist beispielsweise die Teilnahme am Efit-Projekt der nordrhein-westfälischen Energie-Agentur geplant, das Beschäftigten im Rahmen einer Aktionswoche Anregungen und Tipps zum energie- und kostensparenden Verhalten am Arbeitsplatz und in den eigenen vier Wänden gibt.

Im Februar 2015 fand die Auszeichnungsveranstaltung des Projekts Ökoprofit im Franz Sales Haus, Essen, statt. Der Ruhrverband konnte nach seiner Zertifizierung 2010 in diesem Jahr die Rezertifizierung erlangen.Die Idee des Projekts besteht darin, in den Unternehmen Maßnahmen und Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz aktiv zu erarbeiten und umzusetzen, die gleichzeitig zur Senkung von Betriebskosten führen. Themen sind die Reduktion des Wasser- und Energieverbrauchs sowie die Abfallreduktion und die Erhöhung der Materialeffizienz. In der Rezertifizierung geht es um die Aktualisierung der Verbrauchsdaten und Kennzahlen, die Umsetzung von Maßnahmenplanungen und Ideen zu weiteren „ökoprofitablen“ Projekten.Die Ökoprofit  Auszeichnung steht für einen hohen Standard. Die Betriebe werden durch eine unabhängige Kommission überprüft. Und wir freuen uns, dass der Ruhrverband dieses Umweltzertifikat wieder erlangen konnte.