Ausführungsbeispiele

Regenüberlaufbecken Obere Aue, Essen-Heisingen

Um die infrastrukturellen Voraussetzungen für geplante Wohnbaumaßnahmen im Stadtteil Essen-Heisingen zu schaffen, wurde die Niederschlagswasserbehandlung saniert. Am Standort der 1957 errichteten Kläranlage Essen-Heisingen wurden das Regenüberlaufbecken Obere Aue mit 1.400 Kubikmetern Inhalt, ein kombiniertes Schmutz- und Regenwasserpumpwerk sowie rund 425 Meter Zu- und Ablaufkanäle mit Durchmessern bis 2,20 Meter und Verlegetiefen bis 9 Meter errichtet. Das Investitionsvolumen betrug rund 4,5 Millionen Euro.

In der Folge konnten sechs städtische Regenüberläufe geschlossen und somit die Immissionssituation deutlich verbessert werden. Das anfallende Mischwasser wird nunmehr über das Regenüberlaufbecken direkt zur Kläranlage Essen-Kupferdreh (96.000 Einwohnerwerte) übergepumpt. Die alte Kläranlage Essen-Heisingen, die bislang nur als mechanische Vorbehandlungsanlage genutzt wurde, konnte zurückgebaut werden.

Kläranlage Essen-Steele

Am Standort der ehemaligen Kläranlage Essen-Steele waren umfangreiche Maßnahmen zur Niederschlagswasserbehandlung erforderlich. Die benötigten Flächen standen jedoch erst nach Außerbetriebnahme und Rückbau der alten Kläranlage zur Verfügung. Um die städtebauliche Entwicklung im Einzugsgebiet der Kläranlage nicht zu blockieren, wurde mit der Stadt vereinbart, das Projekt in drei Bauabschnitten durchzuführen.

Zunächst wurde vor dem Kläranlagengelände ein Stauraumkanal mit einem Volumen von 1.500 Kubikmetern verlegt. Als zweiter Bauabschnitt folgte im Jahr 2004 ein Überleitungspumpwerk, mit dem bis zu 730 Liter des anfallenden Mischwassers pro Sekunde zur Kläranlage Essen-Süd gefördert werden können. Nach dem Abbruch der Kläranlage wurde auf der dann frei gewordenen Fläche als dritter Bauabschnitt ein weiterer Stauraumkanal mit ca. 1.500 Kubikmetern Nutzinhalt errichtet. Unter Berücksichtigung der durchflossenen Bauwerke ergibt sich ein Gesamtvolumen von 3.630 Kubikmetern.

Mit dem Bau des Stauraumkanals wurde im Juli 2002 begonnen. Von einem zentralen, rund 10 Meter tiefen Schacht aus wurden in drei verschiedene Richtungen Rohre mit einer Gesamtlänge von 216 Metern und 3 Metern Durchmesser unterirdisch vorgepresst. Zwei weitere Vortriebsstrecken mit Durchmessern von 1,2 bzw. 1,4 Metern und die zugehörigen Sonderbauwerke dienen dem Anschluss an die Kanalisation der Stadtwerke Essen.